Spitzwegerich
Plantago lanceolata



Wirkstoffe
Iridoidglykoside, Schleimstoffe, Gerbstoffe

Wirkteile
Spitzwegerichkraut

Standort
Wiesen, Weiden, Unkrautfluren

Herkunft
Mitteleuropa

Anwendung
Lufwegkatarrhe, Entzündungen d. Mund- und Rachenschleimhaut

Zubereitung
2 Teelöffel voll Spitzwegerichkraut werden mit 150 ml heißem Wasser übergossen und nach 10 Minuten abgesiebt. Wenn nicht anders verordnet wird 3 mal täglich eine Tasse Tee getrunken. Zur äußerlichen Anwendung werden die frischen Blätter so zwischen den Händen zerrieben, daß der Saft austritt. Dieser wird auf die erkrankten Hautstellen aufgebracht. Hauptwirkstoffe des Spitzwegerichkrautes sind Pflanzenschleim und Aucubin. Die Pflanze enthält darüber hinaus Gerbstoffe und Kieselsäure. Die Heilwirkung der Pflanze beruht auf reizmildernden, auswurffördernden und schleimlösenden Eigenschaften. Spitzwegerichkraut wird zur Behandlung von Entzündungen im Bereich der oberen Atemwege sowie der Mund- und Rachenschleimhaut verwendet. In der Volksheilkunde werden zur Wundheilung zusammen mit Kamille Umschläge hergestellt. Aber auch der reine Saft der Blätter kann z.B. zur Behandlung von Insektenstichen genommen werden.

Hinweis
Spitzwegerich ist eine allerorts weit verbreitete Pflanze, die sowohl in Wiesen und Weiden als auch an Wegrändern häufig anzutreffen ist. Er ist eine typische Pflanze sog. Trittrasenpioniergesellschaften, die auch unter extremen Bedingungen bei regelmäßiger Trittbelastung noch hoch kommen können. Spitzwegerich ist eine alte Heilpflanze, die vor allem bei den germanischen Völkern als "Sympathiemittel" beliebt war.