Schafgarbe
Achillea millefolium


Wirkstoffe
Ätherische Öle, Chamazulen, Flavonoide, Gerbstoffe, Sterole

Wirkteile
Schafgarbenkraut (Herba alchemilla)

Standort
Wiesen, Weiden, Wegränder

Herkunft
Ostblockländer, Italien

Anwendung
Magen-, Darm-, Gallenstörungen, Appetitstörungen, Wunden

Zubereitung
2 Teelöffel Schafgarbenkraut werden mit 150 ml heißem Wasser überbrüht und nach etwa 10 Minuten durch ein Teesieb gegeben. 3 mal täglich 1 Tasse frisch bereiteten Tee warm zwischen den Mahlzeiten trinken. Schafgarben-Tee wird bei Magen- und Darmstörungen sowie bei Gallenerkrankungen und bei Appetitlosigkeit eingenommen. Die äußere Anwendung erfolgt mittels Bädern, Umschlägen und Spülungen. Sie werden hauptsächlich bei entzündlichen Erkrankungen der Haut und Schleimhaut eingesetzt, aber auch bei schlecht heilenden Wunden verordnet. Schafgarbenkraut verfügt über ein ähnliches Anwendungs- und Wirkungs- spektrum wie die Kamille.

Hinweis
Es können die bekannten Überempfindlichkeiten (Allergien) gegenüber Korbblütlern auftreten. Schafgarbe kann bei völlig gleichem äußeren Aussehen verschiedene Inhaltsstoffe enthalten. Diese Eigenart, die durch das Auftreten sogenannter chemischer Rassen entsteht, mag der Grund dafür sein, das Schafgarbe heute (leider)pharmazeutisch eine eher untergeordnete Rolle spielt. Die heilsame Wirkung der Schafgarbe war bereits in der Antike bekannt. Allerlei Sagen ranken sich um diese Pflanze. Der griechische Held Achilles (Gattungsname Achillea) soll die Schafgarbe zur Behandlung der Wunden von Telephos, dem König der Myser, verwendet haben, den er zuvor selbst verwundet hatte. Der Heilerfolg könnte auf die antiseptische und antibiotische Wirkung des Krautes zurückgeführt werden. Die Schafgarbe ist eine in Mitteleuropa allerorts weit verbreitete Pflanze, die in keiner Wiese fehlt. Der Artname millefolium -Tausendblatt-, ist auf die aus vielen feinen Fiedern zusamengesetzten Blätter der Pflanze zurückzuführen.