Salbei (echter),
Gartensalbei,
Königssalbei,
Edelsalbei
Salvia officinalis


Wirkstoffe
Ätherische Öle, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonoide

Wirkteile

Salbeiblätter

Standort

Sonnige, trockene Standorte, kalkliebend

Herkunft
Kultiviert, Gärten, Balkan, Griechenland, Spanien

Anwendung
Entzünd. d. Mund- u. Rachenschleimhäute, Verdauungsstörungen

Zubereitung
Zur Behandlung von Entzündungen im Mundbereich: 1 Teelöffel voll Salbeiblätter mit 1 Tasse (150 ml) heißem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen und anschließend durch ein Teesieb abschütten. Teeaufguß mehrmals täglich zum Gurgeln oder Spülen verwenden. Zur Behandlung von Magen- und Darmerkrankungen nimmt man zur Teezubereitung nur 1/2 Teelöffel Salbeiblätter. Der warme Teeaufguß wird eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten getrunken. Salbei-Tee ist zur Behandlung von Entzündungen im Mund- und Rachenraum ebenso geeignet wie zur Therapie bei Magen- und Darmschleimhaut-entzündungen. Auch bei Verdauungsstörungen, Blähungen und Durchfälle wird der Tee getrunken. Da Salbeizubereitungen die Schweißbildung hemmen, wird es gelegentlich auch in dieser Anwendung gebraucht. Salbei ist zudem ein altbekanntes und gebräuchliches Küchengewürz, das insbesondere zur Zubereitung von Fisch- und Fleischgerichten oder Soßen genommen wird.

Hinweis
Tee aus Salbeiblättern darf nicht über längere Zeit eingenommen werden, da das ätherische Öl abhängig von der Herkunft des Salbei beträchtliche Mengen Thujon enthalten kann, das degenerativ auf das Zentralnervensystem wirkt. Die Verwendung von Salbei ist schon aus der Antike bekannt. Im Mittelalter wurde Salbei als Heil- und Küchenpflanze in den Klostergärten kultiviert.