Roßkastanie
Aesculus hippocastanum (weiß)
Aesculus pavia (rot)


Wirkstoffe
Aesculin, Saponine, Flavone

Wirkteile
Roßkastaniensamen

Standort
Kultiviert

Herkunft
Europa

Anwendung

Ödeme, Venenerkrankungen, Wadenkrämpfe, Juckreiz

Zubereitung

Die Hauptwirkstoffe der Roßkastanie sind das Aesculin, ein Cumarin-Derivat und das Saponin Aescin. Die Roßkastanie wird in Form von pharmazeutischen Fertigpräparaten bei Venenerkrankungen, Ödemen, Wadenkrämpfen und Schmerzen in den Beinen verabreicht. Die Präparate finden ebenso bei der Behandlung von Hämorrhoiden, Schwellungen und Quetschungen Anwendungen.

Hinweis
Die Roßkastanienfrüchte sind nicht geeignet zur Zubereitung von Tee. Die Roßkastanie wurde vermutlich 1576 in Form von Samen von Hans Ungnad aus Konstantinopel nach Wien gebracht, wo der Botaniker Clusius die Pflanze kultivierte. Die Heimat der Roßkastanie ist jedoch nicht die Türkei, sondern der Balkan. Erst um 1600 wurde die Roßkastanie in Frankreich als Zierbaum eingebracht. Danach wurde erst die medizinische Wirkung der Pflanze erkannt. Der Name Rosskastanie ist vermutlich darauf zurückzuführen, daß die Kastanien in der Türkei als Pferdefutter verwendet wurden.