Gartenringelblume, Goldblume
Calendula officinalis

Wirkstoffe
Ätherische Öle, Flavonoide, Glykoside, Triterpenalkohole

Wirkteile
Ringelblumenblüten (Flores calendulae)

Standort
Anspruchslos, alle Böden, kultiviert

Herkunft
Europa, kultiviert in Gärten

Anwendung
Entzündungen, Prellungen, Furunkel, Brandwunden

Zubereitung

2 Teelöffel Ringelblumenblüten werden mit heißem Wasser übergossen und nach 10 Minuten abgeseiht. Entzündungen im Mund- und Rachenraum werden mehrmals täglich mit dem warmen Aufguß gespült. Der Aufguß eignet sich auch zur Behandlung von Wunden. Hierzu werden Umschläge aus in dem Aufguß getränkten Leinentüchern gemacht. Die pharmazeutische Industrie bietet Ringelblumenpräparate vornehmlich in Form von Salben zur äußerlichen Anwendung an. Gebräuchlich ist auch die Verwendung von Ringelblume als sogenannte Schmuckdroge in Tees, um die optische Erscheinung zu verbessern. Die Ringelblume wird in der Volksmedizin zur äußeren Anwendung für die Wundheilung, bei Prellungen, Furunkeln, Ausschlägen aber auch bei Entzündungen der Haut und Schleimhäute genutzt. Weitere Anwendungsgebiete sind die Therapie bei Gallenblasen- und Leberbeschwerden sowie bei Menstruationsunregelmäßigkeiten. Die Ringelblume fördert zudem die Schweißbildung und die Wasserausscheidung.

Hinweis
Ringelblumenpräparate können in seltenen Fällen allergische Reaktionen auslösen. Die Verwendung als Schmuckdroge ist abzulehnen. Die Garten-Ringelblume ist eine alte Kulturpflanze. Ihre Herkunft und auch die ersten Anwendungen als Heilpflanze konnten jedoch bis heute nicht eindeutig geklärt werden. Sicher ist aber, daß die Ringelblum schon im Mittelalter eine weitverbreitete Heilpflanze war. Die Ringelblume wurde früher noch einer anderen Verwendung zugeführt. Der Farbstoff der Blütenblätter wurde zur Färbung von Lebensmitteln wie Butter und als Safranersatz genutzt.