Primel,
Schlüsselblume
Primula officinalis

Wirkstoffe
Triterpensaponine, Glykoside, ätherische Öle

Wirkteile
Schlüsselblumenwurzel

Standort
Trockene Rasen, Wälder

Herkunft
Osteuropa

Anwendung
Katarrhe der Luftwege, Bronchitis, Asthma, Erkältungen

Zubereitung
1 Teelöffel Schlüsselblumenwurzel mit 1/4 Liter kaltem Wasser ansetzen und anschließend zum Sieden erhitzen. Nach 5 Minuten durch ein Sieb geben. Bei Bedarf wird 3 mal täglich eine Tasse getrunken. Zur Geschmacksverbesserung empfiehlt es sich Anis oder Fenchel zuzugeben und mit Honig zu süßen. Die Wurzel der Pflanze enthält als Hauptwirkstoffe Saponine. Die Blätter sind reich an Vitamin C, können aber nicht verwendet werden. Schlüsselblumenwurzeln werden bei trockener Bronchitis angewendet zur Förderung der Bronchialchleimbildung. In der Volksmedizin wird die Schlüsselblumenwurzel darüber hinaus bei Erkältungskrankheiten, Husten und Keuchhusten sowie Asthma und Gicht verordnet.

Hinweis

Bei Reizhusten und genügend Auswurf sollte Schlüsselblumenwurzel nicht angewendet werden. Die Pflanzen dürfen gemäß des Naturschutzgesetzes nicht mit der Wurzel ausgegraben werden. Generell sollte die Schlüsselblume nicht selbst gesammelt werden. Der Name der Pflanze Primula kommt aus dem Lateinischen von "primular = der erste" und bezieht sich auf die frühe Blütezeit der Pflanze. Der deutsche Name Schlüsselblume ist auf die Ähnlichkeit der Blütendolde mit dem Bart eines Schlüssels zurückzuführen. Um die Schlüsselblume auch Himmelsschlüssel genannt rankten sich Sagen und Mythen. So soll nach Erzählungen von Heinrich Marzell über Zauberpflanzen und Hexentränke ein badischer Schäfer von einer Jungfrau zu einem Ort, an dem Schlüsselblumen wuchsen, geführt worden sein.