Königskerze
Verbascum thapsiforme


Wirkstoffe
Saponine, Flavonoide, Sterole, Carotine, Bitterstoffe

Wirkteile
Königskerzenblüte

Standorte
Europa, an steinigen Orten, Waldhängen, Wegrändern

Herkunft
Ägypten, Bulgarien, Jugoslawien

Anwendung
Erkältungen, Husten, Durchfall, Rachenentzündungen

Zubereitung
2 Teelöffel Königskerzenblüten werden mit 1 Tasse kochendem Wasser übergossen und nach 10 Minuten durch ein Sieb gegeben. Bei Bedarf wird 3 mal täglich 1 Tasse getrunken. Die Königskerze enthält Schleimstoffe und Saponine als wichtigste Wirkstoffe. Die Blüten wirken aufgrund ihres Saponingehaltes leicht auswurffördernd. Sie werden bei Erkältungskrankheiten und Husten eingesetzt. In der Regel wird die Droge wegen ihrer vergleichsweise schwachen Wirkung bei akuten Erkrankungen zusammen mit anderen Heilpflanzen zu Hustentees gemischt. In der Volksheilkunde wurden auch die Blätter und die Wurzel der Königskerze äußerlich zur Behandlung von Geschwüren verwendet. Die gelben Blüten sind auch beliebt als Schmuckdroge in anderen Teemischungen.

Hinweis
Die Königskerze war schon bei den Griechen als Heilpflanze bekannt. Der lateinische Gattungsname der Pflanze Verbascum ist auf die Behaarung der Staude zurückzuführen und vermutlich eine Abwandlung von barbatus = der bärtige. Der Artname Thapsus entstammt dem Namen einer Stadt Thapsus in der Nähe von Karthago. Die Stadt wurde berühmt durch den Sieg Caesars über die Anhänger des Pompejus um 46 v. Chr.