Johanniskraut
Hypericum perforatum


Wirkstoffe
Hypericin, Flavonoide

Wirkteile
Johanniskraut (Herba hyperici)

Standort
Ödland, Wegränder, trockene Böden, anspruchslos

Herkunft

Europa, Wildbestände

Anwendung
Schmerzlinderung, Wundheilung, Rheuma, Angstlösend

Zubereitung
1-2 Teelöffel voll Johanniskraut werden mit siedendem Wasser (150 ml) überbrüht und nach etwa 10 Minuten durch ein Teesieb gegeben. Morgens und abends 1-2 Tassen des frisch zubereiteten Tees trinken. Johanniskraut wird bei neurotischen Angstzuständen und Depressionen verwendet. Die Volksheilkunde verordnet Johanniskraut auch gegen Durchfall, Rheuma und Gicht. Johanniskrautöl ist darüber hinaus ein altbekanntes Wundheilmittel. Es wird bei Rheuma, Hexenschuß, Prellungen und bei Verstauchungen zum Einreiben genommen.

Hinweis
Johanniskraut kann in einzelnen Fällen zur Photosensibilisierung der Haut beitragen. Nach der äußerlichen Anwendung sollten die behandelten Stellen vor Sonneneinstrahlung geschützt werden. Johanniskraut, Hypericum perforatum, ist eine heimische recht häufig an Wegrändern und auf Brachland anzutreffende Art, die trockene Böden bevorzugt. Die sog. Öldrüsen des Johanniskrautes, die die Blätter im Gegenlicht perforiert erscheinen lassen, enthalten eine rötliche Flüssigkeit, in der sich die Wirkstoffe, in der Hauptsache Hypericin befinden.