Huflattich
Tussilago farfara

Wirkstoffe
Schleimstoffe, Inulin, Gerbstoffe, Flavonoide,Pflanzensäuren

Wirkteile
Blätter (Folia farfarae)

Standort
Äcker, Schutt, Wegränder

Herkunft
Mitteleuropa, Balkan, Osteuropa

Anwendung
Katarrhalische Entzündungen, Reizhusten, Bronchitis

Zubereitung
1 Esslöffel voll Huflattichblätter wird mit 150 ml heißem Wasser übergossen und nach 1 Minute durch ein Teesieb gegeben. Mehrmals täglich 1 Tasse Tee trinken, besonders morgens nach dem Aufstehen und abends vor dem Zubettgehen. Huflattichblätter werden zur Reizlinderung bei Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenraum sowie zur Minderung des trockenen Hustenreizes bei Bronchialkatarrhen verwendet. Bei Wundleiden, Hautausschlägen und Entzündungen wird die Heilpflanze ebenfalls genutzt.

Hinweis
Huflattich-Tee ist nicht zur Daueranwendung geeignet, da er die giftigen Pyrrolizidinalkaloide enthält (Krebserregend, nieren-und lebertoxisch). Huflattich ist zu den Korbblütlern zu rechnen. Er stellt eine weitverbreitete, heimische Ruderalpflanze dar, die im zeitigen Frühjahr auffällt, wenn sie, als eine der ersten Blütenpflanzen überhaupt, ihre gelben Blüten vor den Blätter austreibt. Der lateinische Name der Pflanze Tussilago deutet auf die frühe Bekanntheit der Pflanze als Hustenmittel hin. Er ist von tussis -Husten- und agre -vertreiben- ableitbar. Der Artname farfara geht auf far -Mehl- und ferre -tragen- zurück und stellt eine Beschreibung der weissfilzigen Behaarung der Blattunterseiten dar.