Hopfen
Humulus lupulus

Wirkstoffe
Ätherische Öle, Gerbstoffe, Bitterstoffe

Wirkteile
Hopfenzapfen

Standort
Bruchwälder, Hecken

Herkunft
Deutschland

Anwendung
Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Geschwüre

Zubereitung
1 Teelöffel voll Hopfenzapfen mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, danach abseihen. 3 mal täglich eine Tasse frischen Tee trinken. Hopfen wird zur Beruhigung, bei Schlafstörungen und Unruhezuständen angewendet. Außerdem wirkt Hopfen appetitanregend und födert die Magensaftsekretion. Geschwüre und Hautleiden werden in der Volksheilkunde ebenfalls mit Hopfen behandelt. Die Verwendung von Hopfen in der Bierbrauerei dürfte heute bekannter sein wie die Anwendung der Pflanze in der Medizin.

Hinweis

Hopfen ist eine heimische Schlingpflanze, die feuchte Wälder und Gebüsche bevorzugt. Hopfen wurde schon im frühen Mittelalter in Europa angebaut, wurde aber damals vermutlich hauptsächlich als Zusatz für die Bierherstellung gebraucht. Die arzneiliche Verwendung beschränkte sich im Mittelalter auf die Ausnutzung der wassertreibenden Wirkung des Hopfens. Hopfen ist als Beruhigungs- und Schlafmittel erst seit dem 18. Jhd. in Europa bekannt.