Goldrute
Solidago virgaurea

Wirkstoffe
Flavonoide, Saponine, ätherische Öle, Anthocyanidine

Wirkteile
Goldrutenkraut

Standort
Wälder, Heiden, Dünen, Gebirgsrasen

Herkunft
Osteuropa

Anwendung
Niernsteine, Blasen- und Nierenentzündung, Rheuma, Ekzeme

Zubereitung
2 Teelöffel getrocknetes Goldrutenkraut werden mit 150 ml kochendem Wasser übergossen und nach 10 Minuten durch ein Sieb gegeben. Der Tee sollte 3 mal täglich bei Bedarf zwischen den Mahlzeiten getrunken werden. Goldrutenkraut hat eine harntreibende Wirkung und wird infolgedessen zur Behandlung von Blasenentzündungen und Nierenerkrankungen genutzt. Hauterkrankungen, Ekzeme sowie Gicht und Rheuma werden in der Volksmedizin mit Goldrute behandelt. Darüber hinaus ist das Gurgeln mit Goldrutenlösung bei Entzündungen im Mundraum gebräuchlich.

Hinweis
Die Goldrute wurde von den Germanen bereits als Wundheilmittel verwendet. In Büchern aus dem 16. Jhd. ist sie als "Heydnisches Wundkraut" aufgeführt. Solidago virgaurea ist als heimische Pflanze heute nicht mehr so häufig anzutreffen. Sie ist eine Halbschattenpflanze, die in Wäldern auf Heiden und Dünen vorkommt. Bei den häufig auf feuchten Brachfächen und an Wegrändern vorzufindenden ausgedehnten Goldrutenbeständen handelt es sich in der Regel um die, aus Gärten verwilderten, amerikanischen Arten Solidago canadensis.