Ginkgobaum, japanischer Tempelbaum

Wirkstoffe
Procyanidine, Flavone, Flavonglykoside

Wirkteile
Blätter (Folia Gingko)

Standort
Parkanlagen, Grünflächen als Baum gesetzt

Herkunft
Fernost (Japan, China)

Anwendung
Durchblutungstörungen, Schwindel, Vergeßlichkeit

Zubereitung

Die Blätter werden selten als Teeaufguß verwendet. Grundsätzlich ist aber eine Zubereitung als Tee möglich. Man nimmt 1-2 Teelöffel der geschnittenen Blätter, übergießt sie mit heißem Wasser und läßt sie bis zum Erkalten ziehen. Der Tee wird 2-3 mal täglich über mehrere Wochen getrunken. Gingkoextrakte werden millionenfach bei Durchblutungsstörungen verwendet. Insbesondere bei älteren Menschen mit Gehirndurchblutungsstörungen, aber auch bei Bein- und Herzbeschwerden werden entsprechende, meist standardisierte Präparate, verordnet. Die Anwendung ist als Dauermedikation gedacht, die Durchblutung soll verbessert werden und Schwindel- erscheinungen und sowie nachlassende Gedächtnisleistung günstig beeinflusst werden.

Hinweis

Die Wirksamkeit der Gingkopräparate ist, trotz ihrer häufigen Anwendung stark umstritten. Die Präparate sind praktisch nebenwirkungsfrei. Der Gingkobaum oder japanische Tempelbaum wurde im 18. und 19. Jhd. aufgrund seiner auffallenden zweilappigen Blätter als Exot, dem Geschmack der damaligen Zeit entsprechend, in fürstlichen Parkanlagen angepflanzt und kultiviert. Er wurde hauptsächlich aus Fernost importiert und ist hier nicht heimisch. Botanisch handelt es sich um den wohl zeitgeschichtlich ältesten Baumvertreter überhaupt. Er steht den Nadelbäumen ordungsmässig nahe und ist der letzte Vertreter einer vor ca. 100 Millionen Jahren auch in Mitteleuropa heimischen Pflanzenfamilie.