Faulbaum
Rhamnus frangula

Wirkstoffe
Anthrachinon-Glycoside (Hydroxyanthraceenderivate)

Wirkteile
Gelagerte Faulbaumrinde (Cortex frangulae)

Standort
Feuchte Wälder, Gebüsche

Herkunft
Rußland, Polen

Anwendung
Chronische Verstopfungen, Rheuma-, Galle-, Leberleiden

Zubereitung
1/2 Teelöffel Faulbaumrinde mit einer Tasse (150ml) kochendem Wasser übergießen, den Tee 10 Minuten ziehen lassen und anschließend durch ein Sieb abgießen. Der Tee wird frisch zubereitet morgens und abends getrunken. Faulbaumrinde wird vornehmlich zur Behandlung von chronischen Verstopfungen verwendet, aber auch als Dickdarm wirksames Abführmittel für eine erwünschte Darmentleerung angewendet. Die Volksmedizin setzt Faulbaumrinde auch bei Galle- und Lebererkrankungen sowie bei Rheuma, Bleichsucht und zur Behandlung von Hämorrhoiden ein. Hauptwirkstoffe sind Hydroxyanthraceenderivate.

Hinweis
Faulbaumrinden-Tee darf nicht über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, da die Inhaltsstoffe den Elektrolythaushalt des Körpers empfindlich stören. Die Faulbaumrinde muß, um beschwerdefrei verträglich zu sein mindestens ein Jahr gelagert sein! Bei Darmverschluss, während der Schwangerschaft und der Stillzeit sollte der Tee nicht getrunken werden. Faulbaum ist eine ursprüngliche, der heimischen Flora angehörende Pflanze, die zu den Kreuzdorngewächsen gehört. Der Strauch ist an feuchten Standorten, wie Auenwälder, Erlenbrüche und in Weidengebüschen anzutreffen. Der Name Faulbaum ist auf den fauligen Geruch der Rinde zurückzuführen. Die medizinische Wirkung der Pflanze wird erst seit dem Mittelalter genutzt.