Eukalyptus
Eucalyptus globus

Wirkstoffe
Ätherisches Öl mit dem Hauptbestandteil Cineol (80-85%)

Wirkteile
Blätter (Folia Eucalypti)

Standort
Eukalyptuswälder

Herkunft
Australien, Anbau in vielen tropischen und subtrop. Regionen

Anwendung
Husten, Verschleimung, Erkältungskrankheiten

Zubereitung
Ein Teelöffel voll Blätter wird mit einer Tasse heißem Wasser übergossen und 5 Minuten ziehen gelassen. Nach dem Abseihen wird der Tee leicht gesüßt (Honig) warm mehrmals täglich getrunken. Cineol als Hauptwirkstoff hat eine sekretomotorische Wirkung und ist auswurffördernd bei Husten mit starker Verschleimung. Darüber hinaus hat Cineol eine desinfizierende Wirkung.
Die Blätter sind häufiger Bestandteil von Hustenteemischungen, das reine Öl wird heute aus Eucalyptusblättern grosstechnisch gewonnen und in Salben und Einreibungen zur äußerlichen Anwendung und zur Inhalation verarbeitet, daneben ist es in Kapselform oder in Lutschbonbons gegen Husten sehr häufig anzutreffen (Oft kombiniertmit Menthol und Campher).

Hinweis
Da Cineol bei Säuglingen und Kleinkinder Atemwegsverkrampfungen auslösen kann, sollte es bei ihnen innerlich oder zum Inhalieren nicht verwendet werden. Auch äußerlich aufgetragene Eucalyptuszubereitungen können durch die Haut aufgenommen werden und zum Teil über die Lungen wieder freigesetzt werden. Der angenehm kühle und frische Geschmack wird dazu genutzt, Eucalyptus bzw. Cineol in großem Maßstab als Geschmackskorrigens einzusetzen. Da Eukalyptusbäume sehr rasch wachsen, ist man in den sogenannten Entwicklungsländern dabei, diese Eigenschaft für die heimische Holzwirtschaft zu nutzen. Hier wird er hauptsächlich als Lieferant für Brennmaterial genutzt um der fortschreitenden Abholzung der Regenwälder zu begegnen. Das Anlegen von Monokulturen, die nicht heimisch sind, hat allerdings auch den entscheidenden Nachteil, das so angelegte Eucalyptuswälder extrem anfällig gegen Schädlingbefall und teilweise klimatische Schwankungen sind.