Brennessel,
Nesselkraut
Urtica dioica /

Urtica urens

Wirkstoffe
Provitamine (Carotinoide), Sitosterin, Chlorophyll

Wirkteile
Brennesselkraut, Brennesselwurzel, Brennesselsamen

Standort
Ödland, Feld- und Wegränder, stickstoffhaltige Böden

Herkunft
Mittel- und Osteuropa

Anwendung
Wasserlassen, Gicht, Rheuma, Blasen- und Nierenleiden

Zubereitung
3-4 Teelöffel des Krautes mit heißem Wasser (150ml) übergießen und nach ca. 10 Minuten abseihen. 3-4 mal tägl. eine Tasse, frisch bereitet, trinken. Brennessel wirkt harntreibend. Sie wird verwendet zur Unterstützung der Behandlung beim Wasserlassen bei Gicht, Rheuma und Athritis. Sie ist fester Bestandteil der meisten Blutreinigungs-, Nieren- und Blasentees. Volkstümlich wird sie daneben zur Wundheilung, Blutbildung und zur Zuckersenkung empfohlen (hier dürfte der Nutzen zweifelhaft sein). Brennesselwurzel ist vielfach Bestandteil von Haarwasser, ferner wird sie als Gurgelmittel verwendet.

Hinweis
Brennesselkraut darf nicht angewendet werden bei Wasseransammlungen (Ödemen), die auf eine eingeschränkte Funktion der Nieren- oder Herztätigkeit zurückzuführen sind. Auf dem Arzneimittelmarkt finden sich Brennesselextrakte, die zur Behandlung von Prostataleiden bestimmt sind, in diesem Zusammenhang wird eine schwache Hemmwirkung auf die Bildung von Dihydrotestosteron diskutiert, das vermutlich eine Vergrößerung der Prostata verursacht.