Borretsch
Borago officinalis

Wirkstoffe
Gerbstoff, Stärke, Schleimpolysaccaride, Äther, Saponin

Wirkteile
Borretschkraut (Herba borraginis)

Standort
Kultiviert

Herkunft
Mittelmeerraum

Anwendung

Halserkrankungen, Husten, Rheuma, Nieren-Blasenleiden

Zubereitung
1 Teelöffel Borretschblätter (getrocknet und fein geschnitten) wird mit 1 Tasse kochend heissem Wasser übergossen. Der Tee muß 10 Minuten ziehen und wird anschliessend durch ein Sieb abgegossen. Es sollten bei Bedarf 3 Tassen tägl. getrunken werden. Borretschkraut wird bei Husten und Halserkrankungen als schleimlösendes Mittel sowie bei Nieren- und Blasenkatarrhen verwendet. Es wird auch zur Behandlung rheumatischer Erscheinungsformen genutzt. Besondere Anwendung findet das Borretschkraut in der Homöopathie, wo Hypochondrie, Melancholie und nervöse Herzbeschwerden damit therapiert werden. Borretschkraut ist darüber hinaus ein recht altes Küchengewürz, das sich auch heute noch grosser Beliebtheit erfreut und in Gärten kultiviert wird.

Hinweis
Borretsch enthält vermutlich leber- und nierentoxische sowie krebserregende Pyrrazolidinalkaloide, die zwar in den verwendeten Mengen als Gewürz unbedenklich erscheinen, trotzdem sollte man sparsam dosieren. Borretsch wurde vermutlich durch die Araber nach Spanien gebracht und gelangte von dort auch nach Mitteleuropa.