Benediktenkraut,
Kardobenedikte,
Bitterdistel
Cnicus benedictus



Wirkstoffe
Bitterstoffe (Sequiterpenketone): Cnicin; Gerbstoffe

Wirkteile
Kraut (Herba Cardui bebedicti )

Standort

Häufig kultiviert

Herkunft
Mittelmeergebiet, feldmäßiger Anbau in Deutschland

Anwendung
Appetitmangel, Magen-Darmstörungen, Husten, Gallefluß

Zubereitung
1 Teelöffel Kraut mit 200ml Wasser erhitzen und warm vor den Mahlzeiten trinken. Benediktenkraut wird hauptsächlich als Tonicum und Bittermittel zur Appetitanregung und zur Verdauungsförderung eingenommen. Die enthaltenen Gerbstoffe begründen auch die Anwendung bei Magen- und Darmstörungen. Neben den genannten Wirkungen zeigt Benediktenkraut auch antibakterielle Eigenschaften, gelegentlich wird es bei Husten auch als auswurffördernde Zubereitung verwendet.

Hinweis

Größere Mengen der Teezubereitung oder starke Konzentrationen wirken brechreizerregend. Diese Eigenschaft wurde teilweise auch therapeutisch genutzt, um gezielt Erbrechen herbeizuführen. Cnicin, der Hauptbitterstoff zeigt im Labor deutlich tumorhemmende Eigenschaften, gepaart mit der antibakterilellen Wirkung möglicherweise ein Grund für die volkstümliche Verwendung des Bendiktenkrautes für Umschläge bei schlecht heilenden Geschwüren. Benediktenkraut wird seit Jahrhunderten planmässig angebaut und war wohl fester Bestandteil der Klostergärten (Benediktiner?).