Bärentraube
Arctostaphylos uva-ursi

Wirkstoffe
Hydrochinonderivate, Gerbstoffe, Flavonoide, Gallussäure

Wirkteile
Bärentraubenblätter

Standort
Lichte Wälder, Heiden, Gebüsche, Moore

Herkunft
Ostblockländer, Spanien, Italien

Anwendung
Nierenleiden, Blasen-Harnwegsentzündungen, Rheuma, Gicht

Zubereitung
1 Teelöffel Bärentraubenblätter mit 1 Tasse (150ml) kaltem Wasser übergießen und etwa 10 Stunden stehen lassen (Zimmertemperatur). Der Tee wird angewärmt getrunkten, ca. 3 mal täglich 1 Tasse, vorher, zur Alkalisierung des Harnes eine Messerspitze Natriumbicarbonat zugeben. Von der pharmazeutischen Industrie wird die Bärentraube in unterschiedlichen Darreichungsformen wie Tabletten, Dragees, Tropfen oder Tees zur Behandlung von Entzündungen der Harnwege und der Blase angewendet.
In der Volksmedizin findet die Bärentraube ein breiteres Anwendungsspektrum. Sie wird auch bei Galle- und Steinleiden oder Rheuma und Gicht zur Behandlung genutzt.

Hinweis
Das Trinken von Bärentraubentee führt zu einer bräunlichen Verfärbung des Urins. In seltenen Fällen treten Überempfindlichkeiten gegen die Gerbstoffe auf, was zu Übelkeit und Erbrechen führen kann, aus diesem Grund sollte der Tee kalt angesetzt werden, damit sich die Gerbstoffe nicht im Wasser lösen. Da der eigentliche Wirkstoff erst im Körper durch Spaltung eines sogenannten Glycosides im alkalischen Milieu entsteht, sollte der Harn mit Natriumbicarbonat, das dem Teeaufguß zugesetzt wird, alkalisch gemacht werden. Der Tee ist nur zur kurzfristigen Anwendung geeignet, da die enthaltenen Hydrochinone bei Daueranwendung giftig sind. Die Bärentraube ist in den nordischen Ländern eine alte Heilpflanze. In Island wähnte man in der Bärentraube sogar ein wirksames Mittel zur Vertreibung von Geistern und trug sie deshalb am Körper. Die Bärentraube wurde aufgrund ihres hohen Gerbstoffgehaltes in den nordischen Ländern auch zum Gerben benutzt.