Andorn
Marrubium vulgare

Wirkstoffe
Bitterstoff Marrubiin, Schleim, Gerbstoffe 7%

Wirkteile
Kraut (Herba Marrubii)

Standort
Feldmässiger Anbau

Herkunft
Mittelmeergebiet bis Zentralasien, Nord- und Südamerika

Anwendung
Appetitmangel, Verdauungsstörungen, Wunden, Husten

Zubereitung
1-2 Teelöffel mit einer Tasse (150ml) heißem Wasser übergießen und kurz aufkochen. 2-3 mal täglich leicht gesüßt (Honig) trinken. Äußerlich Abkochung für Umschläge verwenden. Aufgrund seines Bitterstoffes Marrubiin wird Andorn als sog. Amarum gegen Appetitlosigkeit (Anorexie), bei Verdauungsschwäche (Dyspepsie) und bei Verdauungsstörungen, die oft die Folge chronischer Magen-Darmkrankheiten sind, verwendet. Die Verwendung bei trockenem Husten dürfte auf einer Anregung der Drüsensekretion der Atemwege zurückzuführen sein. Äußerlich wird Andorn volkstümlich bei schlecht heilenden Wunden angewendet. Die in Andorn enthaltenen Gerbstoffe wirken adstringierend und fällen Eiweiß (antibakterielle Wirkung).

Hinweis
Andornkrautumschläge sollten, wenn überhaupt, nur bei kleineren Wunden verwendet werden, da die Gefahr einer zusätzlichen Infektion durch die Umschläge besteht. Andornkraut wird pharmazeutisch fast ausschließlich als Bestandteil von Teemischungen genutzt.
Das Wissen um Andornkraut und die volkstümliche Verwendung ist selten geworden.