Aloe
Aloe barbadensis

Wirkstoffe
Aloin u. a. Hydroxyanthraceenderivate

Wirkteile
Eingetrockneter Saft der Blätter

Standort
Kultiviert und wildwachsend in warmen, regenarmen Regionen

Herkunft
Kanaren, Mittelmeerländer, Südafrika, Curacao

Anwendung
Verstopfung, Darmentleerung, Blutreinigung

Zubereitung
Aloe ist Bestandteil vieler Abführtees und sogenannter Blutreinigungstees. In Reinform wird er kaum verwendet. Hauptwirkstoff ist das Aloin, ein sogenanntes Hydroxyanthraceenderivat das zu 31-34% in der Aloe enthalten ist. Bereits 15-60 mg davon wirken nach ca. 24 Stunden deutlich abführend. In der Aloe-Masse enthaltenes Harz ist für die möglichen unangenehmen Begleiterscheinungen wie Blähungen und Magenschmerzen verantwortlich. Man unterscheidet, entsprechend dem Herkunftsland, Kap-Aloe und Curacao-Aloe.

Hinweis
Hydroxyanthraceenderivate, wie das in der Aloe enthaltene Aloin, führen zu starkem Flüssigkeits- und Elektrolytverlust im Körper. Ferner findet eine Gewöhnung des Darmes an das Präparat bei Dauergebrauch statt. In der Schwangerschaft dürfen Aloepräparate nicht eingenommen werden. Grundsätzlich sollten bei chronischer Verstopfung natürliche Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um eine Anregung der Darmtätigkeit zu erzielen. Aloe stammt ursprünglich aus dem ägyptisch-arabischen Raum, bereits im Altertum wurde die Insel Socotra am Roten Meer als Aloe-Anbaugebiet erwähnt. Im Zuge der Kolonisation Mittelamerikas begann der Anbau von Aloe auf Barbados und Curacao. In Südafrika wurde die Aloekultivierung durch die Buren aufgenommen.