Ackerschachtelhalm,
Zinnkraut
Equisetum arvense

Wirkstoffe
Mineralische Bestandteile (v.a. Kieselsäure), Flavonoide

Wirkteile
Ackerschachtelhalmkraut

Standort
Äcker, Gräben, Wegränder, feuchte Standorte

Herkunft
Jugoslawien, Polen, Rumänien

Anwendung
Nieren- u. Blasenkatarrhe, Bronchialleiden, offene Wunden

Zubereitung
2-3 Teelöffel voll Schachtelhalmkraut werden in siedendem Wasser (150 ml) 5 bis 10 Minuten gekocht und nach etwa 20 Minuten durch ein Teesieb gegeben. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee zwischen den Mahlzeiten trinken. Der Aufguß kann auch zu Umschlägen verwendet werden. Der Tee wird aufgrund der harntreibenden Wirkung bei Nieren- und Blasenkatarrhen getrunken. Ackerschachtelhalm wird in der Volksmedizin auch bei Rheuma, Gicht und Bronchialleiden verwendet. Darüber hinaus hat die im Ackerschachtelhalm vorhandene Kieselsäure bindegewebsregenerierende Eigenschaften. Deshalb werden bei Wundleiden, Geschwüren, Krampfadern aber auch bei lokalen Durchblutungsstörungen Umschlägen und Bäder verordnet.

Hinweis
Bei eingeschränkter Herz- und Nierentätigkeit sollte auf die Verwendung von Ackerschachtelhalmtee verzichtet werden.
Der Ackerschachtelhalm bringt zwei unterschiedliche Triebe hervor, die chlorophyllosen bräunlichen Frühjahrstriebe mit sporentragenden Ähren und die unfruchtbaren grünen Sommertriebe, die dem Aufbau von Nahrungsreserven dienen. Der Name Schachtelhalm liegt in der Eigenschaft begründet, daß sich die einzelnen Schaftglieder auseinanderziehen lassen, sie sind ineinander verschachtelt. Der volkstümlich gebräuchliche Name Zinnkraut geht auf die frühere Verwendung der Schäfte zum Reinigen von Zinngeschirr zurück. Ackerschachtelhalm war bereits bei den Griechen und auch bei den Römern als Heilpflanze bekannt. Insbesondere über die harntreibende, aber auch die blutstillende und wundheilende Wirkung wurde berichtet. Nachdem die Heilwirkung später in Vergessenheit geriet, machte erst Sebastian Kneipp den Ackerschachtelhalm besonders aufgrund der Anwendung als blutstillendes Heilmittel wieder bekannt.